Amateurfunk, DMR: Telegram-Bot benachrichtigt bei Aktivitäten von OMs

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Digitale Betriebsarten sind nicht bei allen Funkamateuren beliebt, erfreuen sich aber einer stetig wachsenden Nutzergemeinde. Die DMR-Technik bietet im Gegensatz zur altbekannten analogen Betriebsart eine Vielzahl weitreichenderer Funktionen. So ist es nicht mehr nur möglich innerhalb des Empfangsbereichs eines einzelnen Relais zu senden, sondern es können ganze Gruppen von Relais angesprochen werden. Auch internationale Verbindungen sind außerhalb der Kurzwellentechnik, und nur mit einem Handfunkgerät, durchaus möglich.

Mit all` derer Varianten und Möglichkeiten ist es um die Übersicht schnell geschehen. Die Wege werden immer weiter, die Gesprächspartner immer vielfältiger. Aber die Chancen, den Bekannten, den befreundenten OM von nebenan auf den Bändern zu treffen schwinden mit dieser neuen Technik umso mehr.

Abhilfe schafft hier ein kleiner „Bot“, also ein programmierter Automatismus, für den Messenger Telegram. Der auf den Namen DMR-DL-BOT getaufte Automatismus gibt Nachricht über die Aktivitäten von OMs. Diese müssen der Rufzeichenliste der zu „folgenden“ OMs zuvor hinzugefügt worden sein. Der DMR-DL-BOT nutzt für seine Funktionen die Daten der Aktivitätsliste des Brandmeisternetzes. Sobald ein OM aus der Rufzeichenliste hierin erscheint, gibt er eine Nachricht im Telegram Messanger über die Aktivität und die benutzte Rufgruppe aus. So ist es möglich seine Freunde und Bekannten auf den Gruppen zu finden und mit Ihnen in Kontakt zu treten.

Installation des DMR-DL-BOTs

Für die Verwendung des Bots benötigt man sein Smartphone samt installiertem Telegram Messenger. Ist die App installiert und zum Versenden und Empfangen von Mitteilungen bereit, muss der Bot zu Telegram hinzu gefügt werden. Hierzu den folgenden Link via Smartphone aufrufen: https://t.me/DMR_DL_bot.

In der Folge wird ein neuer Chat geöffnet, und die Einrichtung beginnt. Nun einfach das eigene Rufzeichen nach Anweisung der App eingeben und auf die Aktivierung warten. Dies kann unter Umständen einige Zeit dauern. Bei erfolgter Aktivierung bekommt man wieder eine Nachricht im Telegram Messenger.img_0595

Ist man einmal aktiviert kann man den Automatismus mit vier einfachen Befehlen ganz schnell einrichten. Folgende Befehle stehen zur Verfügung:

  • /start (Initiale Einrichtung des Bots)
  • /add (Fügt Rufzeichen zur Liste hinzu)
  • /remove (Entfernt Rufzeichen von der Liste)
  • /list (Zeigt an, bei welchen Rufzeichen eine Nachricht gegeben wird)

In dem folgenden Beispiel füge ich ein Rufzeichen der Liste hinzu:
/add D****. Anstatt der **** wird natürlich das entsprechende Rufzeichen vervollständigt. Auch dieser Befehl wird wieder in das Chatfenster eingegeben, und mit der Senden-Taste abgeschickt. Fortan wird der Bott mit einem Versatz von ein paar Sekunden, nach einer Aktivität des gewünschten Rufzeichens und dessen DMR-ID über diese Benachrichtigen. Man erhält in diesem Fall wieder eine Nachricht im Telegram-Messanger. Diese gibt das entsprechende Rufzeichen, welches gerade aktiv war, die genutzte Gruppe sowie den Repeater, über den der OM einsteigt, an. So ist es recht einfach möglich, mit seinen Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben, und sich im doch teils unübersichtlichen Netz der DMR-Rufgruppen zu treffen.

Natürlich wird diese Funktion nicht jedem gefallen. Böse Zungen mögen dies als eine Art „Überwachung“ oder gar „Stalking“ betiteln. Fakt ist jedoch. Der Amateurfunk ist ein frei zugänglicher und für jedermann hörbarer Funkdienst. Diese Offenheit ist in den Grundregeln des Dienstes verankert.
Die Verarbeitung der Daten aus dem Amateurfunk steht jedermann offen. Und auch ohne eine Funktion, wie dem in diesem Beitrag beschriebenen Telegram-Bot, werden Daten der Funkamateure getrackt und bestehen Möglichkeiten der Überwachung. Wer die totalitäre Sicherheit liebt, der sollte sich vom digitalen Funkbetrieb fern halten und seine Geräte abgeschaltet lassen.

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