Meinung zu Zelda: Breath of the Wild auf der Nintendo Switch

Nic-LogNur mal so...

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Konsole spielen war bei mir eine Lange zeit lang nicht aktuell. Doch hat mich die neue Konsole – Nintendo Switch – mal wieder aus dem Gamer-Sumpf herausgeholt. Die Dimensionen, welche das Spielen auf der Konsole im Teenager-Alter angenommen hat wird es sicher aber nicht wieder bekommen! 🙂

 

In der Online-Presse liest man momentan eine Menge WidersprĂŒchliches rund um die Nintendo Switch und dessen Launch-Titel Zeld: Breath of the Wild. So zum Beispiel das Magazin „Curved“ (www.curved.de), welches ich grundlegend sehr schĂ€tze. Im Falle der Berichterstattung zu Nintendos neuer Konsole haben sie wohl ein Eigentor geschossen. AnfĂ€nglich berichten die Redakteure in mehreren BeitrĂ€gen ĂŒber Spekulationen zu der Konsole, und wie toll diese sein wird. Ebenso wird darĂŒber berichtet, das ein nicht geringer Teil der Redaktion schon Monate vor dem Erscheinungstermin ein Exemplar vorbestellt hat. Soweit, so gut! Anfang diesen Jahres dann plötzlich der Beitrag ĂŒber die totale EnttĂ€uschung. Im Titel hieß es so viel wie: „Warum ich meine Bestellung storniert habe.“ Im Beitrag wurde dann die Konsole aufgrund der Veröffentlichung der Spezifikation zerrissen.

Auch weitere Online-Medien und andere Portale sind diesem Beispiel gefolgt und kritisierten die Nintendo Konsole aufgrund etwaiger, fehlender Performance aufs schĂ€rfste. Nach der Veröffentlichung wird fĂŒr meine VerhĂ€ltnisse nun echte Haarspalterei betrieben…

 

Zelda: Breath of the Wild - Nintendo Switch

 

Meinung zu Zelda: Breath of the Wild auf der Nintendo Switch

Als ich mir kurzentschlossen die Nintendo Switch, samt dem Launch-Titel Zelda: Breath of the Wild zulegte, ging es mir weniger um eine perfekte und noch nie da gewesene Konsole, als um den Spaß am spielen eines alten Nintendo Titels im neuen Gewand. WĂ€hrend alle anderen Konsolen immer mehr Realismus, immer dĂŒstere Szenarien und immer schrĂ€gere Titel auf den Markt bringen, so scheint man sich bei Nintendo sehr auf die „Alten Werte im neuen Gewand“ konzentriert zu haben. Zelda ist eine Zeichentrick Figur in einer Fantasiewelt. Und genau das verkörpert das Spiel ab der ersten Minute! Vielleicht bin ich mit meiner Meinung etwas außerhalb des Mainstreams. Doch genauso wenig wie ich es fĂŒr gut heiße, dass alte, frĂŒher gezeichnete Comic-Figuren plötzlich in pseudo-realen 3D-Comics erscheinen. Ebenso wenig wĂŒrde ich eine mit optischem Realismus ĂŒberzogene Welt von Zelda, oder auch Super-Mario begrĂŒĂŸen. Hier hat man in der Stil-Frage fĂŒr mich alles richtig gemacht.

Und auf Realismus muss man, wenn man mal ein wenig gespielt hat, gar nicht verzichten. Denn auch die Welt im Zelda und Link hat sich weiter entwickelt. Die Gegend ist „Open World“, sprich man kann ohne eine Story zu spielen beliebig die Landschaft erkunden. Es gibt eine regelmĂ€ĂŸige Tages- und Nachtzeit, an welche sich der Spieler halten sollte. So ist das umherreisen nach Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang weitaus gefĂ€hrlicher als zur Tageszeit. Hier gibt es umso mehr unsichtbare, feindselige gestalten. Damit man aber nicht die Nachtzeit jedes Mal abwarten muss, kann man diese an einem Lagerfeuer ĂŒberspringen. Zu den beschriebenen Tageszeiten gehören natĂŒrlich auch Licht und Schatten, welche schön umgesetzt wurden. Wem das noch zu wenig Realismus in einem Comic-Spiel ist, der wird sich an dem Wetter-System erfreuen. So gibt es ein zufĂ€lliges Wettersystem, welches einem auch bestimmte Aktionen erschweren kann, und Gefahren birgt. Das Klettern auf BĂ€ume oder an WĂ€nden ist bei Regen unmöglich. Link rutscht hier sehr schnell ab. Auch schlĂ€gt KĂ€lte bei falscher Kleindung auf die Energie. LĂ€uft man im Regen, so tropft die Kleidung, und Link kann damit nicht mehr so schnell rennen. Auch Gewitter sind mit von der Partie. LĂ€uft man bei einem Gewitter ĂŒber ein Feld, und hat zum Beispiel ein eisernes Schwert als AusrĂŒstung dabei, sollte man dieses ablegen. Die Gefahr eines Blitzschlages ist recht hoch! Und natĂŒrlich knicken auch Grashalme und Pflanzen beim rĂŒberlaufen und durchqueren um.

FĂŒr mich ist dies genĂŒgend Realismus in einem Comic-Spiel. Hinzu kommt dann auch noch die Handlung, wie zum Beispiel das zĂ€hmen eines Pferdes, welches einem das Reisen von einem zum anderen Ort erleichtert. Dies hat zwar weniger mit Realismus zu tun, bringt aber den Charakter des Spieles hervor. Beim durchspielen der Geschichte werden einem immer wieder kleine Aufgaben gestellt, welche fĂŒr eine Menge Kurzweiligkeit sorgen. Und natĂŒrlich darf auch die Magie, und die Zauberei im neuen Zelda Titel nicht fehlen.

 

Ein weiterer Kritikpunkt an der Nintendo Switch

Bei den Tests der verschiedenen Redaktionen wird das „ruckeln“ des Spiels Zelda: Breath of the Wild scharf kritisiert. Soetwas dĂŒrfte bei einer neuen Konsole nicht passieren, heißt es. Ich kann zwar das besagte ruckeln nicht abstreiten, bin hier aber klar wieder bei der oben genannten Haarspalterei. Dieses Ruckeln kam bei mir bisher nur in der Anfangswelt von Zelda vor. Wenn man durch das hohe Gras lĂ€uft, die Sonne am Horizont untergeht und die Pflanzen und BĂ€ume lange Schatten werfen, die Nebelschwaden ĂŒber den Boden ziehen, und dazu eine aufwĂ€ndige Bewegung, z.B. in einem Kampf, kommt, dann habe ich besagte Ruckler auch schon gehabt. Diese sind fĂŒr mich aber durchaus zu verschmerzen, und rechtfertigen die zuvor beschriebene Kritik keineswegs.
Weiter gehts mit dem direkten Vergleich der Nintendo Switch mit zum Beispiel einer Playstation oder einer Xbox. Kritisiert wird die wohl nicht so einfache Portierung von Spielen der eben genannten Konsolen auf die Switch. Auch hier stelle ich mir die Frage ob ich evtl. nicht mehr zum Mainstream gehöre. Wenn ich Playstation oder Xbox spielen möchte, benötige ich einer der Konsolen, klar. Nur sind diese beiden von der Spiele-Auswahl so sehr beieinander, das fĂŒr mich nur die Marke den Unterschied macht. Sicher gibt es fĂŒr jede der beiden Konkurrenten auch exklusive Titel. Aber diese Fallen doch weniger ins Gewicht.

Nun wagt Nintendo mit der Switch (mal wieder) einen neuen Ansatz, bzw. einen anderen Ansatz, und erntet dafĂŒr von den Medien gleich wieder Schelte! Und zwar, weil man nicht gleicher ist als der Andere. Die Switch ist eine mobile Konsole, welche sich am Fernseher auch ĂŒberaus heimisch fĂŒhlt, und hat mit den Ablegern von Sony und Microsoft quasi nichts gleich! sie Ă€hnelt fĂŒr mich eher dem frĂŒheren „Sega Game Gear“ als einer der beiden anderen Konsolen.

 

Fazit

Ich habe mir die Nintendo Switch zugelegt, weil mich die das System um den alten Klassiker gereizt haben. Ich war frĂŒher nie ein Fan von der Spiele-Reihe „Zelda“. Vielmehr waren Computerspiele mit dem oben Thematisierten Realismus meine Welt. Diese haben selbstverstĂ€ndlich ihre Daseinsberechtigung, sowie ihren Reiz. Ich finde jedoch Nintendo’s neuen Ansatz mit der Switch durchaus gelungen. Es muss nicht immer maximaler Realismus, detailliertere Grafik und eine Story der Superlative sein. Es muss einfach nur zusammen passen! Und genau dies tut es, bei der Nintendo Switch!

P.s. Im ĂŒbrigen liebe Redaktionen: FĂŒr maximalen Realismus und bedingungslose KompatibilitĂ€t, hilft meist nur der Weg aus der TĂŒr, in die freie Natur! 😉

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