Luftbildfotografie & Drohnenflug | DJI Phantom 

DJI Phantom 3
DJI Phantom 3 schwebt in der Luft

Vor einigen Wochen habe ich mir einen DJI Phantom 3 Quadrocopter zugelegt. Das Thema Modellflug in Kombination mit Luftbildfotografie hat mich schon in den letzten Jahren stark begeistert. Und was soll man sagen, die Erwartungen an dieses Gerät wurden bis dato sogar noch übertroffen.

Drohnen und Multicopter sind aktuell voll im Trend. Dies sieht man nicht zuletzt im bestreben des Staates die Verbreitung dieser „UAVs“ zu kontrollieren. Neben Privatpersonen denken auch immer mehr Konzerne an den Einsatz sogenannter Flugdrohnen für Ihre Dienstleistungen. Nicht zuletzt auf der diesjährigen CeBit war dieses Thema sehr stark vertreten.

Der DJI Phantom 3 ist in der kleinsten Version ab ca. 600 Euro zu haben. Hier muss man allerdings ein paar Abstriche in der an Bord befindlichen Technik machen. Wer etwas mehr möchte wählt die Advanced oder Professional Version für 900, bzw. 1200 Euro. Hierfür bekommt man einen voll ausgestatteten Copter mit allerlei hilfreicher Techniken für einen sicheren Flug, samt einer integrierten Kamera mit mindestens Full HD Qualität.

Stabiler Flug für Anfänger und Profis mit dem DJI Phantom 3

DJI Phantom 3
DJI Phantom 3 schwebt in der Luft

Für Luftbildaufnahmen ist ein stabiler, ruhiger Flug unerlässlich. Beim Phantom 3 sorgen zahlreiche Features für dafür das der Pilot sich dem Bild widmen kann. So verfügt die Drohne über mehrere Sensoren zur Positionsbestimmung. Darunter GPS, sowie Kameras unterhalb des Copter. (Nicht zu verwechseln mit der Kamera welche die Fotos schießt). Mittels der GPS Positionierung behält die Drohne ihre Position in der Luft. Fliegt man nur knapp über dem Boden kommen die eben beschriebenen Kamera Sensoren zum Einsatz. Die beiden Sensoren erfassen den Boden und können anhand der Struktur auch bei wenig GPS Empfang die Position perfekt halten. Selbst bei höheren Windstärke oder Böen bleibt der Copter auf Position. Hierfür legt er sich in dem Wind.

Start- und Landemanöver sind bei Drohnen häufig etwas abenteuerlich. Nicht so bei den DJI Drohnen. Automatisches starten und landen klingt auf den ersten Blick für derart kleine Drohne etwas freakig. Funktioniert aber nahezu perfekt! Möchte man abheben drückt man den „Lift of“-Button auf dem iPad. Die Drohne startet kurz darauf die Motoren, hebt von allein ab und stellt sich an ihrer Position auf 1,2 Metern Höhe in die Luft. Fortan ist der Pilot bereit für seine Manöver. Möchte man wieder landen gibt es die Möglichkeit den Copter zu sich zu fliegen und den „Landen“-Button zu drücken. Dabei wird die Drohne an der Position an der sie zuletzt stand langsam sinken und sanft auf dem Boden aufsetzen. Danach automatisch die Rotoren ausschalten. Die andere Möglichkeit ist die „Return-Home“-Funktion. Hier wird nicht gleich das Landemanöver eingeleitet. Vielmehr checkt die Drohne die aktuelle Position, und vergleicht sie mit derer bei Start des Fluges. Sofern diese nicht identisch sind steigt die Drohne auf eine zuvor in den Grundeinstellungen festgelegte Höhe, und Kehr zum ursprünglichen Ort zurück. Dort leitet sie dann automatisch die Landung ein, bis sie am Boden ebenfalls die Rotoren ausschaltet.

Fotografie, Informationen und Überwachung des DJI Phantom 3

Mittels der oben genannten Helfer zum Erhalt der Position, kann man sich, hat man sein Ziel einmal im Blick, getrost mal auf das eigentliche Foto konzentrieren. Hierfür stehen auf dem, auf der Fernbedienung befestigten iPad, eine Reihe von Funktionen zur Verfügung, welche aus der klassischen Fotografie bekannt sind. Belichtungszeit, Blende und Empfindlichkeit sind nur die Basics. Die Qualität der Bilder und Videos ist auch für ambitionierte Anwender perfekt. Das erste, mit dem DJI Phantom 3 erzeugte Video folgt in Kürze hier auf meinem Blog. Doch weiter zu den Eigenschaften des Copters.

Neben dem Kamera Bild stehen auf dem iPad eine Reihe sehr wichtiger und hilfreicher Informationen zur Verfügung. Da selbst bei geringer Entfernung das Abschätzen von Höhe und Entfernung meist sehr schwer werden könnte, wird dem Piloten daher stets die Flughöhe der Drohne, sowie die Entfernung zum Startpunkt angezeigt. Doch nicht nur diese Daten werden vom System abgegriffen. Akku-Kapazität, System Temperatur und, und, und… Aus all diesen Daten rechnet das System weitere Informationen zusamen, und zeigt diese auf der Flugansicht an. So wird aus der restlichen Akku-Kapazität, und dem Stromverbrauch die Restflugzeit des Copters ausgegeben. Mittels der voreingestellten Flugreserve alarmiert der DJI den Piloten beim Unterschreiten des Wertes. Sollte der Pilot dies nicht manuell ausstellen, leitet der Copter ab dem Zeitpunkt automatisch die „Return Home“-Funktion ein.

Fazit

Der DJI Phantom 3 gehört in der Familie der Flugdrohnen keineswegs mehr zu den Spielzeugen. Vielmehr ist der Copter , der so gut wie alle Techniken seiner größeren Brüder besitzt, etwas für ambitionierte Modellflieger und Fotografen. Hiervon zeugt nicht zuletzt der Preis. Für mindestens 899 Euro bekommt man ein nahezu perfektes Fluggerät. Auch Anfänger können, mit ein wenig Feingefühl und vor allem einer Menge Aufmerksamkeit, schnell Erfolge feiern.

Nic

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Hallo, ich bin Nicolas! Im echten Leben bin ich Technischer Redakteur, freiberuflicher Kommunikationsdesigner und Fotograf und Ehrenamtler beim Technischen Hilfswerk in Schleswig Holstein. Mein Interesse gilt den Medien und der Fotografie nach Sonnenuntergang. Ich liebe das Reisen und, wenn es die Zeit zulässt, den Amateurfunk. Ich blogge unregelmäßig und zu ganz unterschiedlichen Themen, die mir gerade in den Sinn kommen.

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